Fragen und Antworten

Photovoltaik

Photovoltaik  ist die direkte Umwandlung der Energie des Sonnenlichts in Strom durch Module/Solarzellen.

Eine Solarthermie Anlage nutzt Sonnenenergie um Warmwasser zu erhitzen. Eine Photovoltaikanlage hingegen produziert durch Sonnenenergie elektrischen Strom.

Die Module nutzen nicht nur das direkte Sonnenlicht, sondern auch die Helligkeit bei bedecktem Himmel. Je heller es ist, desto mehr Leistung bringen die Module.

Eigentlich überall wo genügend Helligkeit / Licht einfällt. Optimal ist es, wenn die Anlage gegen Süden ausgerichtet ist. Eine Abweichung nach Südwest/Südost verringert den Energieertrag nur geringfügig. Die optimale Neigung der Anlage ist ca. 30°. Auch hier ist ein Verlust des Ertrags nur gering, wenn die Anlage zwischen 25 und 60° Neigung hat. Störender ist eher die Verschattung durch Bäume / Häuser usw. Dies muss beim Bau der Anlage beachtet werden.

kWp = Kilowatt-Peak (englisch: Peak = Spitze) ist die Einheit für die Spitzenleistung  (Nennleistung) eines Photovoltaik -Moduls unter Standardtestbedingungen (Umgebungstemperatur 25°C, Einstrahlung 1000 Watt/m2).

Er wandelt die von der Anlage kommende Gleichspannung in Wechselspannung um und synchronisiert die Frequenz mit der des öffentlichen Stromnetzes. Integriert ist eine Überwachungseinrichtung zur Trennung vom Netz bei Störungen. Daten können von der Anlage überwacht und ausgewertet werden.

Die Modulhersteller geben eine Leistungsgarantie über 25 Jahre. Normalerweise beinhaltet die Garantie, dass das Modul nach 25 Jahren noch 80% der ursprünglichen Leistung liefern muss. Optische Beeinträchtigungen sind darin nicht eingeschlossen. Solange das Modul genügend Energie produziert können keine Garantieansprüche geltend gemacht werden. Die durchschnittliche Lebensdauer liegt bei über 40 Jahren, entscheidend ist, wie schnell die Leistung des Moduls nach Garantieablauf nachlässt (Degradation).

Aufgrund der langen Lebensdauer der Module steht dieses Thema noch nicht im Vordergrund. Doch die Branche ist vorbereitet: Fast alle wichtigen Anbieter haben sich im Verband PV-Cycle zusammengeschlossen und ein Rücknahme- und Recyclingkonzept erarbeitet. Vom Kaufpreis eines neuen Moduls geht ein Teil als Recyclinggebühr weg (vRG vorgezogene Recyclinggebühr). Der Käufer ist berechtigt, die Module an jeder Verkaufsstelle kostenlos abzugeben.

Nein, die für den Betrieb notwendige Reinigung erledigt hierzulande der Niederschlag.

Sie werden unabhängig sowie umweltfreundlich. Dazu kommen die Verdienstmöglichkeiten und ein ökologisches Image.

Eine Verschattungen kann die Leistung des Panels wesentlich beeinflussen. Durch kluge Anordnung und Verschaltung der Module können die Verluste aber minimiert werden. Teilverschattete Dächer sind kein Hindernis für die Installation von Photovoltaik.

Am besten gereinigt wird das Panel wenn’s regnet. Da die Panelen schräg aufgestellt sind, läuft das Wasser mit dem Blütenstaub ab (Selbstreinigungseffekt).
Möchten Sie die Anlage manuell reinigen, verwenden Sie entmaterialisiertes und kalkfreies Wasser. Grösste Vorsicht ist geboten, damit die Module nicht zerkratzen. Ebenso dürfen die Module keinesfalls mit einem Hochdruckreiniger „abgespritzt“ werden. Wir empfehlen, die Reinigung nur in Ausnahmefällen und nur vom Profi durchführen zu lassen.

Aufgrund der glatten Oberfläche rutscht der Schnee schnell von den Modulen ab. Die grösste Gefahr im Winter geht von der Schneelawine aus, die durch das Abrutschen entstehen kann. Ein durchdachtes Schneefangsystem ist in diesem Fall Pflicht.
Auf den Jahresertrag haben die (wenigen) Tage mit schneebedeckten Modulen nur einen minimalen Einfluss. So lohnt es sich nicht, die Module zu beheizen, damit der Schnee schneller schmilzt. Die dafür einzusetzende Energiemenge ist um ein Vielfaches höher als der herausgeholte Mehrertrag.
Ebenso ist die Gefahr gross, die Oberfläche der Module zu zerkratzen, wenn versucht wird, den Schnee mit Besen o.Ä. von den Modulen zu wischen.
Anlagen in Höhenlagen über 900 Metern und/oder exponierten Schneelagen müssen gesondert ausgelegt werden.

Die Photovoltaikanlage wird bei der kantonalen Gebäudeversicherung angemeldet. Dadurch ist sie, gleich wie das darunterliegende Gebäude, gegen Elementarschäden mitversichert. Die Module sind hagelfest, meistens Hagelkategorie 3.

Solarmodule sind sehr stabil und robust, vor allem gegenüber Wind und Wetter, Regen, Sturm und Hagel. Wichtig ist dabei eine fachgerechte und sorgfältige Montage mit hochwertigen Montagesystemen, damit die Photovoltaikanlage jahrzehntelang sicher und beständig auf dem Dach befestigt ist.

Personen sollten sich jedoch nicht auf die Module setzen, legen oder stellen. Die Modulflächen würden die Belastung zwar aushalten und nicht durchbrechen, aber für die Solarzellen in den Modulen ist diese punktuelle, starke Belastung gefährlich.

Muss die Modulfläche trotzdem betreten werden, ist es besser geeignete Trittauflagen zu verwenden, wie beispielsweise diese:

https://www.solar-multiboard.de/

Nachbarn können sich zu Eigenverbrauchsgemeinschaften zusammenschließen, wenn sie dazu nicht das öffentliche Stromnetz nutzen. Ein Verkauf des Stroms über das öffentliche Stromnetz an den Nachbar ist direkt und einfach nicht möglich, weil dazu die Infrastruktur des Netzanbieters genutzt werden müsste, was nicht erlaubt ist.

Solarstrom vom Dach ist günstiger als der Strombezug aus dem Netz. Deshalb lohnt es sich, möglichst viel Solarstrom direkt zu verbrauchen. Normale Haushalte erreichen dadurch 20 bis 40 Prozent Eigenverbrauch des Solarstroms. Mit einem Batteriespeicher lässt sich dieser Anteil erhöhen.

Seit 2018 können sich Verbraucher in der Schweiz aber auch zu Eigenverbrauchsgemeinschaften zusammenschließen (Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch ZEV). Dadurch lässt sich der Anteil des direkt verbrauchten Solarstroms gemeinsam erhöhen.

Die ZEV gilt als ein Verbraucher und hat einen gemeinsamen Netzanschluss und kann sogar über mehrere Grundstücke gebildet werden, wenn dabei nicht das öffentliche Stromnetz genutzt wird. Die Produktionsleistung der Photovoltaikanlage muss mindestens 10 Prozent der Anschlussleistung betragen. Die Teilnehmer sind in der konkreten Ausgestaltung ihres Konzeptes sehr frei.

Typische Beispiele, die sich mit vorhandenen privaten Stromnetzen umsetzen lassen sind Wohnhäuser mit mehreren Wohnungen oder auch Gewerbebetriebe und Gewerbeareale mit mehreren Firmen.

Swissolar stellt auf seiner Internetseite einen ausführlichen Ratgeber zum Download bereit: https://www.swissolar.ch/topthemen/eigenverbrauch/

Wenn das Netz ausfällt oder abgeschaltet wird, schaltet sich auch die Photovoltaikanlage automatisch und unmittelbar ab. Dazu kontrolliert der Wechselrichter der Photovoltaikanlage ständig den Zustand des Stromnetzes anhand von Spannung und Frequenz.

Die Abschaltung bei Störungen ist notwendig, weil sonst Strom aus der Photovoltaikanlage ins Netz eingespeist würde und dadurch Gefahren für elektrische Anlagen im Netz und bei Arbeiten am Netz für die Mitarbeiter des Elektrizitätswerkes entstehen würden.

Auch der Batteriespeicher liefert bei Abschalten der Photovoltaikanlage keine Energie, außer er hat eine Notstromfunktion und versorgt Stromkreise im Haus isoliert vom Stromnetz.

Finanziell attraktiv wird die eigene Photovoltaikanlage nicht zuletzt durch die gesetzliche Förderung: Anlagen ab 2 Kilowatt Leistung können die Einmalvergütung (EIV) in Form eines Zuschusses bekommen.

Im Rahmen der EIV gibt es bei Aufdachmontage 1.400 CHF pro Anlage plus 340 CHF pro Kilowatt (kWp Anlagenleistung). Für integrierte Anlagen sind es 1.550 CHF plus 380 CHF pro kWp. Anlagenteile größer 30 Kilowatt erhalten 300 CHF bzw. 330 CHF (intergriert).
(Stand 1.4.2019)

Eine Förderung gibt es nicht nur bei der Erstinstallation einer Anlage, sondern auch für die Erweiterung einer bestehenden und geförderten Anlage. Beantragen kann man die Förderung nach bereits erfolgtem Kauf und Installation.

Weitere Informationen zur Förderung finden Sie auf dieser Internetseite von Pronovo:

https://pronovo.ch/de/foerdermittel/einmalverguetung-eiv/

In allen Kantonen ausser LU und GR kann eine Solaranlage steuerlich zu 100% geltend gemacht werden.

Bei Arbeiten auf dem Dach sollte zum eigenen Schutz und zum Schutz weiterer Helfer immer eine geeignete Absturzsicherung verwendet werden. Ab einer Absturzhöhe von 3 Metern sind professionelle Absturzsicherungen vorgeschrieben. Wir empfehlen aber auch bei geringeren Absturzhöhen zur eigenen Sicherheit Absturzsicherungen einzusetzen.

Verantwortlich für die Einhaltung ist auch der Bauherr. Vor Absturz schützen Gerüste und Auffangnetze und ein fachgerechter Anseilschutz. Durch den Aufbau der Solaranlage dürfen auch bestehende Vorrichtungen (Haken, Ösen, Geländer) in ihrer Funktion nicht beeinträchtigt werden.

Konkrete Hinweise gibt die Schweizerische Unfallversicherung Suva in einem ausführlichen Merkblatt:

https://www.suva.ch/material/factsheets/solaranlagen%20sicher%20montieren%20und%20instand%20halten

Der Wechselrichter der Photovoltaikanlage oder der Batteriespeicher kann feststellen, wann Solarstromüberschuss produziert wird, der ins Netz fließt. Viele Geräte bieten die Möglichkeit in diesem Fall gezielt Verbraucher anzusteuern, um den Solarstrom statt der Netzeinspeisung im Haus zu verbrauchen.

Eine Wärmepumpe eignet sich dazu sehr gut, wenn ein Wärmespeicher vorhanden ist, beispielsweise ein großer Wasserspeicher oder Speichermassen in Fußboden und Wänden.

Optimal funktioniert das, wenn dabei die Leistungsaufnahme der Wärmepumpe an die verfügbare Solarleistung angepasst werden kann (modulierend).

Ein BHKW ist dann sinnvoll, wenn sowohl hoher Strom- und Wärmebedarf besteht. Es kann dann so betrieben werden, dass es im Winterhalbjahr, wenn der Wärmebedarf hoch ist und die Photovoltaikanlage wenig Strom liefert, diese Lücke füllt. Photovoltaik und BHKW ergänzen sich auf diese Weise sehr gut.

Auf jeden Fall sollte für den jeweiligen Fall der aktuelle und künftige Energiebedarf genauer untersucht und ein Energiekonzept erstellt werden. Dieses zeigt dann, ob die Kombination im Einzelfall sinnvoll ist. An der Riedtalstrasse 26 in Zofingen betreibt Elektrobedarf Troller eine Photovoltaikanlage mit 30kWp in Kombination mit einem BHKW. Weitere Informationen sind auf Anfrage gerne verfügbar.

 

Stromspeicher

Der Stromspeicher lagert überschüssig anfallenden Strom von der Photovoltaikanlage in seinem Batteriesystem ein. Der Stromspeicher liefert Strom, sobald im Haus mehr verbraucht als produziert wird.

Mit einem richtig dimensionierten Stromspeicher werden 60-80% des Jahresbedarfs selbst verbraucht. Der Haushalt wird praktisch unabhängig vom Elektrizitätswerk (autark).

Sollte der Strompreis für die nächsten 20 Jahre gleich hoch bleiben, rentiert ein Stromspeicher zurzeit nicht. Wichtiger ist der Aspekt, etwas zur Energiewende beigetragen zu haben. Erhöht sich der Strompreis in Zukunft jährlich um 2 Prozent, ist der Stromspeicher auch finanziell eine interessante Investition.

Das hängt von der gewählten Stromspeicherlösung ab. Einige Speicher bieten die Option „Notstrom“ an, dann wird der Stromkreis Ihrer Installation auch bei Stromausfall durch den Speicher versorgt. Ebenfalls möglich sind preisgünstigere Speicherlösungen, die aber keine Notstromoption bieten.

AC und DC sind die englischen Kürzel für Wechselstrom und Gleichstrom. Batterien speichern elektrische Energie als Gleichstrom. Photovoltaikmodule erzeugen ebenfalls Gleichstrom. Der Wechselrichter der Photovoltaikanlage wandelt den Gleichstrom in Wechselstrom um.

Deshalb gibt es zwei Möglichkeiten, Batteriespeicher an die Photovoltaikanlage anzuschließen: Auf der Seite der Solarmodule (Gleichstrom, DC) oder auf der Seite nach dem Wechselrichter (Wechselstrom, AC).

Beide Möglichkeiten haben Vor- und Nachteile: Vorteil des DC-gekoppelten Systems sind die geringeren Verluste zwischen Stromerzeugung und Batterie. Der Speicher muss aber zum Wechselrichter kompatibel sein und die Leistung der Wechselrichter ist meisten sehr viel höher als es für den Batteriespeicher optimal und effizient wäre.

AC-gekoppelte Systeme können auch bei bestehenden Photovoltaikanlagen problemlos nachgerüstet werden. Bei der Auslegung des Speichers muss nicht besonders auf die technischen Gegebenheiten der bestehenden PV-Anlage geachtet werden. AC-Systeme können weniger effizient arbeiten, weil der Strom einmal mehr von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt werden muss. Bei Hochvolt-Systemen wird dieser Nachteil jedoch meist wettgemacht.

http://www.speichermonitoring.de/ueber-pv-speicher/systemtopologien.html

Das ist die Leistung, mit der ein Speicher nicht nur kurzzeitig, sondern über längere Zeit geladen oder entladen werden kann, also nicht nur einige Sekunden oder Minuten.

Eine hohe Dauerleistung ermöglicht auch größere Leistungsüberschüsse der Solaranlage in die Batterie zu laden und Verbraucher mit höherer Leistungsaufnahme aus dem Speicher zu versorgen.

Bei hoher Leistung muss aber auch die Speicherkapazität ausreichend groß sein. Und für eine hohe Dauerleistung muss der Wechselrichter entsprechend groß dimensioniert werden.

In Privathaushalten ist aber die benötigte Leistung über den Tag meistens eher klein, abgesehen von kurzzeitigen Leistungsspitzen.

Wenn der Wechselrichter nun sehr groß dimensioniert wird, arbeitet er meistens im unteren Bereich seiner Leistungsfähigkeit, wo die Effizienz nicht besonders gut ist. Deshalb empfiehlt sich eine ausgewogene Dimensionierung der Dauerleistung.

Für moderne Lithium-Batteriesysteme gibt es innerhalb des Hauses grundsätzlich keine Einschränkungen. Ideal ist ein trockener, kühler Raum, beispielsweise ein Technikraum im Keller. Im Außenbereich oder in einer Garage sollte ein Batteriespeicher nicht installiert werden.

Die Leistungsfähigkeit eines Batteriespeichers bemisst sich an der Dauerleistung und der Speicherkapazität. Beides sind Eigenschaften, die vom Hersteller bei der Entwicklung des Systems durch die Auswahl der Batteriezellen und der verwendeten Wechselrichter bestimmt werden.

Der Wechselrichter sollte so dimensioniert sein, dass er den mittleren Leistungsbedarf abdecken kann. Dann arbeitet er mit hoher Effizienz. Es ist nicht sinnvoll, seltene Leistungsspitzen abdecken zu können, weil das Gerät dann meistens in einem ungünstigen Leistungsbereich betrieben würde und die Energieverluste bei der Umwandlung zunehmen.

Lithiumbatterien haben heute einen sehr ausgereiften Entwicklungsstand erreicht. Weitere Verbesserungen zielen derzeit vor allem darauf ab, die Energiedichte für Anwendungsfälle zu erhöhen, wo es auf wenig Platzbedarf und geringes Gewicht ankommt. Bei Heimspeichern sind diese Aspekte nicht so relevant, weil der Platzbedarf der Systeme bereits so klein ist wie ein übliches Haushaltsgerät.

Verschiedene neuartige Batteriesysteme, die mehr Leistung / günstigere Kosten versprechen, befinden sich immer noch im Entwicklungsstadium. Experten rechnen mit einem „Generationenwechsel“ frühestens in 10 Jahren.

Batteriespeicher haben in den letzten Jahren eine enorme Entwicklung gezeigt, sind heute ausgereift und erschwinglich. Es ist gut möglich, dass die Preise in Zukunft weiter sinken werden.

Derzeit findet auf dem Markt der Lithiumbatterien ein großer Wettbewerb um die Batteriezellen statt, weil die Automobilindustrie die Produktion von Elektroautos massiv ausbaut. Schnelle und große Preissenkungen sind deshalb aktuell nicht zu erwarten. Vielmehr bekunden Hersteller Mühe, ihre Lieferversprechen einzuhalten.

Die Speichersysteme des Herstellers E3DC sind als Komplettlösung konzipiert, bei der Photovoltaik mit Speicherung, Ladung des E-Autos und Notstromfunktionen kombiniert werden können. E3DC spricht in diesem Fall nicht mehr vom Stromspeicher sondern nennt seine Geräte „Hauskraftwerk“.

Der Vorteil ist dabei, dass alle Funktionen aus einer Hand angeboten werden und aufeinander abgestimmt arbeiten. Kompatibilitätsprobleme sind dabei nicht zu erwarten. Planung, Installation, Betrieb und Wartung werden dadurch stark vereinfacht und kostengünstiger.

Andererseits ist man bei der Auswahl der Gerätegrößen und Funktionen auf das Angebot eines Herstellers beschränkt. Prüfen Sie also, ob in Ihrem Fall die „all-in-one“-Lösung die bessere ist, oder ein individuell zusammengestelltes System Ihren Wünschen näher kommt.

 

E-Mobility

Ja, E-Autos können sehr gut zuhause geladen werden. Das geht zwar schon mit einer normalen Steckdose, ist aber auf Dauer so nicht zu empfehlen. Für regelmäßiges Laden zuhause benötigen Sie eine Ladestation für das E-Auto. Es gibt viele Varianten dieser Ladestationen von verschiedenen Herstellern. Wichtig ist zunächst, dass die Ladestation für das E-Auto passt. Nicht alle Autos bieten die gleichen Lademöglichkeiten, was Stecker und Ladeleistungen betrifft.

Zum anderen sollte die Ladestation intelligent sein oder intelligent ansteuerbar sein, damit sie mit der Photovoltaikanlage und dem Batteriespeicher im Haus kombiniert werden kann. Besonders günstig ist es nämlich, das E-Auto zuhause mit dem selbst erzeugten Strom zu laden.

https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/ladestation-und-stecker-so-laden-sie-ihr-eauto-zu-hause-22557

Das hängt davon ab, wie groß die Photovoltaikanlage ist, wie viele Kilometer täglich gefahren werden und wann das E-Auto geladen werden kann. In den Sommermonaten liefern ausreichend große Photovoltaikanlagen häufig genug Strom, um auch das E-Auto zu versorgen. Bildlich gesprochen: Ein Quadratmeter Solarmodul liefert rechnerisch pro Jahr genug Strom, um mit dem E-Auto bis zu 1.000 Kilometer weit zu fahren.

Wer beispielsweise jährlich 4.000 Kilowattstunden Strom im Haushalt verbraucht und 15.000 Kilometer mit dem E-Auto zurücklegt (3.000 Kilowattstunden Strom), benötigt eine Photovoltaikanlage mit 7 bis 8 Kilowatt Leistung, um genauso viel Strom zu erzeugen, wie Haushalt und Auto im Jahr verbrauchen.

Hier gehts zum Solarrechner

Es ist technisch möglich, die Batterie des E-Autos nicht nur aus dem Haus zu laden, sondern auch wieder Strom zu entnehmen. Dass die Auto-Batterie dabei als Speicher für das Haus genutzt werden kann, setzt jedoch voraus, dass das Auto tagsüber zuhause steht, um mit Solarstrom geladen zu werden und nachts ebenfalls zuhause ist, um Strom zu entnehmen.

Bei einzelnen E-Auto-Modellen ist eine solche Möglichkeit bereits vom Hersteller so vorgesehen. Derzeit gibt es aber noch keine Ladestationen, mit denen man diese Funktion nutzen kann. Außerdem sind technische Standards und rechtliche Regeln, die dabei anzuwenden sind, in Bearbeitung.

https://www.smarter-fahren.de/bidirektional-laden/

Um möglichst viel Solarstrom ins Auto zu tanken und die Batterie vorrangig mit selbst erzeugten Strom zu laden, sollte die Ladestation mit der Photovoltaikanlage bzw. dem Stromspeicher im Haus kommunizieren. Manche Ladestationen sind dafür bereits ausgerüstet. Ansonsten kann ein übergeordnetes Energiemanagementsystem die Nutzung von Photovoltaikanlage, Heimspeicher und Ladestation intelligent verknüpfen und optimieren.

Die Ladedauer des Elektroautos hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Wie ist der Ladestand der Batterie im Auto und mit welcher Leistung wird das Auto geladen. Es ist ja nicht so, dass die Batterie nach jeder Fahrt leer geladen ist.

Die meisten Schweizer legen pro Tag weniger als 50 Kilometer Fahrtstrecke zurück. Ein Elektroauto benötigt für diese Strecke rund 10 Kilowattstunden. An einer normalen Steckdose würde das Nachladen dieser Energiemenge etwa vier Stunden dauern. An einer richtigen Ladestation fürs E-Auto eine bis zwei Stunden.

Wenn die Batterie einmal ganz leer gefahren wurde, lässt sie sich an einer Ladestation einfach über Nacht wieder voll aufladen. Wer möglichst viel Solarstrom ins E-Auto laden möchte, tankt vorzugsweise tagsüber wenn die Sonne scheint und die Photovoltaikanlage Überschüsse produziert, die sonst ins Netz eingespeist würden.

 

Elektromaterial

Diese Frage wird im Magazin Energie-Blitz, Ausgabe 2 beantwortet. Zum Energie-Blitz.

Diese Frage wird im Magazin Energie-Blitz, Ausgabe 2 beantwortet. Zum Energie-Blitz.

Diese Frage wird im Magazin Energie-Blitz, Ausgabe 2 beantwortet. Zum Energie-Blitz.

Diese Frage wird im Magazin Energie-Blitz, Ausgabe 2 beantwortet. Zum Energie-Blitz.

Diese Frage wird in der Checkliste “Verlegearten und Querschnitte Kabel“ beantwortet. Zu den Checklisten Elektroinstallation und Elektromaterial.

Es ist vorgeschrieben, dass in Neu- und Umbauten alle Stromkreise bis 32 Ampere mit FI-Schutzschaltern geschützt werden. Wenn Sie feststellen, dass Ihre elektrische Installation den heutigen Schutzanforderungen nicht genügt, ist eine Nachrüstung dringend empfohlen.

L1 Braun L2 Schwarz L3 Grau N Hellblau PE Gelb-Grün.

Erste Kennziffer der IP-Codes

1. Kennziffer Bedeutung:
Schutz gegen Fremdkörper Schutz gegen Berührung
0 kein Schutz kein Schutz
1 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 50 mm Geschützt gegen den Zugang mit dem Handrücken
2 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 12,5 mm Geschützt gegen den Zugang mit einem Finger
3 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 2,5 mm Geschützt gegen den Zugang mit einem Werkzeug
4 Geschützt gegen feste Fremdkörper mit Durchmesser ab 1,0 mm Geschützt gegen den Zugang mit einem Draht
5 Geschützt gegen Staub in schädigender Menge vollständiger Schutz gegen Berührung
6 Staubdicht vollständiger Schutz gegen Berührung

Zweite Kennziffer der IP-Codes

2. Kennziffer Bedeutung: Schutz gegen Wasser
0 kein Schutz
1 Schutz gegen Tropfwasser
2 Schutz gegen fallendes Tropfwasser, wenn das Gehäuse bis zu 15° geneigt ist
3 Schutz gegen fallendes Sprühwasser bis 60° gegen die Senkrechte
4 Schutz gegen allseitiges Spritzwasser
5 Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel
6 Schutz gegen starkes Strahlwasser
7 Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen
8 Schutz gegen dauerndes Untertauchen
9 Schutz gegen Wasser bei Hochdruck-/Dampfstrahlreinigung, spezifisch für Straßenfahrzeuge

Beispiel: IP 54:

1. Ziffer 5 = Schutz gegen Staubablagerungen

2. Ziffer 4 = Schutz gegen Spritzwasser aus allen Richtungen

P= U x I (Volt x Ampere) = Watt

TT-Kabel / Isolation und Mantel aus Thermoplast (halogenfrei), mit steifen Cu-Leitern.