Häufige Fragen und Antworten zu Elektromobilität

Ja, E-Autos können sehr gut zu Hause geladen werden. Das geht zwar schon mit einer normalen Steckdose, ist aber auf Dauer so nicht zu empfehlen. Für regelmäßiges Laden zu Hause benötigen Sie eine Ladestation für das E-Auto. Es gibt viele Varianten dieser Ladestationen von verschiedenen Herstellern. Wichtig ist zum einen, dass die Ladestation für das E-Auto passt. Nicht alle Autos bieten die gleichen Lademöglichkeiten, was Stecker und Ladeleistungen betrifft.
Zum anderen sollte die Ladestation intelligent sein oder intelligent ansteuerbar sein, damit sie mit der Photovoltaikanlage und dem Batteriespeicher im Haus kombiniert werden kann. Besonders günstig ist es nämlich, das E-Auto zu Hause mit dem selbst erzeugten Strom zu laden.
Weitere Informationen: https://www.verbraucherzentrale.nrw/wissen/energie/ladestation-und-stecker-so-laden-sie-ihr-eauto-zu-hause-22557

Das hängt davon ab, wie groß die Photovoltaikanlage ist, wie viele Kilometer täglich gefahren werden und wann das E-Auto geladen werden kann. In den Sommermonaten liefern ausreichend große Photovoltaikanlagen häufig genug Strom, um auch das E-Auto zu versorgen. Bildlich gesprochen: Ein Quadratmeter Solarmodul liefert rechnerisch pro Jahr genug Strom, um mit dem E-Auto bis zu 1.000 Kilometer weit zu fahren.
Wer beispielsweise jährlich 4.000 Kilowattstunden Strom im Haushalt verbraucht und 15.000 Kilometer mit dem E-Auto zurücklegt (3.000 Kilowattstunden Strom), benötigt eine Photovoltaikanlage mit 7 bis 8 Kilowatt Leistung, um genauso viel Strom zu erzeugen, wie Haushalt und Auto im Jahr verbrauchen.
Hier gehts zum Solarrechner.

Es ist technisch möglich, die Batterie des E-Autos nicht nur aus dem Haus zu laden, sondern auch wieder Strom zu entnehmen. Dass die Auto-Batterie dabei als Speicher für das Haus genutzt werden kann, setzt jedoch voraus, dass das Auto tagsüber zu Hause steht, um mit Solarstrom geladen zu werden und nachts ebenfalls zu Hause ist, um Strom zu entnehmen.
Bei einzelnen E-Auto-Modellen ist eine solche Möglichkeit bereits vom Hersteller so vorgesehen. Derzeit gibt es aber nur ganz wenige Ladestationen, mit denen man diese Funktion nutzen kann. Außerdem sind technische Standards und rechtliche Regeln, die dabei anzuwenden sind, in Bearbeitung.
Weitere Informationen: https://www.smarter-fahren.de/bidirektional-laden/

Um möglichst viel Solarstrom ins Auto zu tanken und die Batterie vorrangig mit selbst erzeugtem Strom zu laden, sollte die Ladestation mit der Photovoltaikanlage bzw. dem Stromspeicher im Haus kommunizieren. Manche Ladestationen sind dafür bereits ausgerüstet. Ansonsten kann ein übergeordnetes Energiemanagementsystem die Nutzung von Photovoltaikanlage, Heimspeicher und Ladestation intelligent verknüpfen und optimieren.

Die Ladedauer des Elektroautos hängt vor allem von zwei Faktoren ab: Wie ist der Ladestand der Batterie im Auto und mit welcher Leistung wird das Auto geladen? Es ist ja nicht so, dass die Batterie nach jeder Fahrt leer ist.
Die meisten Schweizer legen pro Tag weniger als 50 Kilometer Fahrtstrecke zurück. Ein Elektroauto benötigt für diese Strecke rund 10 Kilowattstunden. An einer normalen Steckdose würde das Nachladen dieser Energiemenge etwa vier Stunden dauern. An einer richtigen Ladestation fürs E-Auto eine bis zwei Stunden.
Wenn die Batterie einmal ganz leer gefahren wurde, lässt sie sich an einer Ladestation einfach über Nacht wieder voll aufladen. Wer möglichst viel Solarstrom ins E-Auto laden möchte, tankt vorzugsweise tagsüber wenn die Sonne scheint und die Photovoltaikanlage Überschüsse produziert, die sonst ins Netz eingespeist würden.

Man kennt es von anderen Geräten: Wer beim Laden aufpasst, hat länger was von seinem Akku. Der wichtigste Faktor ist dabei die Zeit, denn zu schnelles Laden verkürzt die Lebensdauer von Lithium-Ionen-Akkus. Wenn Sie langsamer laden und entladen, können Sie das sogenannte „Lithium-Plating” vermeiden, bei dem sich Lithium-Ionen auf der Anodenoberfläche ablagern, anstatt sich zwischen die Graphitschichten anzusiedeln. Durch die Ablagerung sinken Leistung und Lebensdauer der Batterie. In extremen Fällen kann das Lithium-Plating sogar zu einem Kurzschluss führen.

Beim richtigen Laden kommt daher eine gute Planung zum Tragen: Wenn Sie eine weite Strecke zurücklegen wollen, können Sie Ihr Elektroauto voll laden. An allen anderen Tagen ist es für die Batterie besser, sie auf einem Ladezustand von etwa 50 bis 70 Prozent zu halten. Eine vollständige Entladung tut dem Auto nicht gut. Denn sowohl häufige Vollladungen, als auch Tiefenentladungen schaden der Batterie. Empfohlen wird ein minimaler Tiefstand von 20 Prozent und ein maximaler Höchstladestand von 80 Prozent.

Eine Wallbox (Ladepunkt), wie man sie zu Hause oder am Arbeitsplatz installieren kann, ist am besten für den Akku. Sollten Sie unterwegs tanken müssen, dann können Sie natürlich auch mal eine Schnellladestationen verwenden.

Eine eigene „Tankstelle” installieren zu lassen, ist relativ einfach. Ausschlaggebend für die Ladezeit sind die Leistung und das schwächste Glied in der Kette, bestehend aus Stromnetz, Ladestation, Ladekabel und Ladegerät im Auto. Ein kleines Ladegerät beispielsweise kann nicht durch eine große Ladestation kompensiert werden.

Am häufigsten werden im privaten Bereich dreiphasige Ladestationen mit 400-V-/16-A-Drehstrom (11 kW max. Ladeleistung) oder 400 V / 32 A Drehstrom (22 kW max. Ladeleistung) eingesetzt. Obwohl die Ladeleistung der meisten Autoladegeräte auf 11 kW begrenzt ist, macht es durchaus Sinn, gleich eine 22 kW Wallbox zu installieren. Der Aufpreis ist nicht hoch und die Wallbox kann intern auf 11 kW Ladeleistung plombiert werden. Kostspielige Aufrüstungen des Hausanschlusses können so umgangen werden.
Selbst wenn das vorhandene Elektrofahrzeug nur 1-phasig laden kann, lohnt sich die Anschaffung einer 3-phasigen Ladestation auf jeden Fall - zur Sicherung der Investition. Zukünftig werden die allermeisten Elektrofahrzeuge mit 3-phasigen Ladegeräten ausgerüstet sein. Ein 3-phasiges Ladesystem lädt 3x schneller als ein 1-phasiges.

Im Winter benötigen Elektroautos deutlich mehr Energie als im Sommer. Ihre Reichweite sinkt um bis zu 30 Prozent. Erfahren Sie, was Sie dagegen tun können.
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