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Überschuss clever nutzen: Ihre Sommerstrom-Strategie
Strom nicht verschenken: Sommer clever nutzen
Für Strom, der ins Netz eingespeist wird, liegt die Vergütung im Jahr 2025 im Schnitt bei lediglich 12,09 Rp./kWh – basierend auf den Tarifen der 30 grössten Schweizer Elektrizitätswerke. Die Tendenz ist sinkend.
Statt den Solarstrom für wenige Rappen abzugeben, lohnt sich eine clevere Strategie: technisch durchdacht, wirtschaftlich sinnvoll und ökologisch wirksam.
Sommerüberschüsse sind eine strategische Ressource
In den Sommermonaten erzeugen Solaranlagen meist weit mehr Strom, als direkt verbraucht werden kann. Rund 73 % des Jahresertrags fallen in der Schweiz ins Sommerhalbjahr – das zeigt die «Studie Winterstrom Schweiz» von EnergieSchweiz.
Wer diesen Überschuss nicht einfach ins Netz einspeist, sondern gezielt speichert und selbst nutzt, steigert den Eigenverbrauch – und macht seine Solaranlage spürbar rentabler.
Energiemanagement: Prognosebasiertes Laden
Der Einsatz moderner Energiemanagementsysteme steigert den Nutzen deutlich: Prognosebasierte Speicherlösungen erkennen besonders sonnige Phasen und laden gezielt zur Mittagszeit – wenn der Solarertrag am grössten ist. Das reduziert die Standzeiten bei hoher Ladeleistung und verlängert die Lebensdauer der Batterie.
Leistungsfähige Systeme nutzen dabei entweder Wetterdaten aus dem Internet oder lokale Sensorwerte.
Zudem entlastet intelligentes Lastmanagement das Verteilnetz, indem es Lastspitzen glättet.
Sommerstrom gezielt einsetzen – auch ohne Speicher
Mit Stromüberschüssen fahren: Tagsüber erzeugter Solarstrom kann ideal zum Laden von Elektrofahrzeugen während der Mittagsspitze verwendet werden. Dies reduziert Netzbezug und erhöht die Eigenverbrauchsquote spürbar. Ideal, wenn das Lademanagement der Wallbox solares Laden unterstützt.
Perspektivisch kann auch das Elektroauto über bidirektionales Laden als Batteriespeicher genutzt werden und bei Bedarf Strom abgeben. Voraussetzung dafür sind spezielle Wallboxen, wie sie etwa von den Firmen EVTech oder Sun2Wheel angeboten werden sowie Freigaben des Fahrzeugherstellers. Wirtschaftlich lohnt sich das bidirektionale Laden (noch) nicht.
Mit Stromüberschüssen Wasser erwärmen: Ein effektiver Weg, Solarüberschüsse zu nutzen, ist die Warmwasserbereitung über Wärmepumpen oder Heizstäbe. So wird tagsüber erzeugter Solarstrom direkt im Haushalt eingesetzt. Je nach Situation bieten sich dafür kompakte Brauchwasser-Wärmepumpen an – entweder als eigenständiges System mit integriertem Speicher oder angeschlossen an einen bestehenden Pufferspeicher.
Mit Stromüberschüssen kühlen: Weil sich Stromangebot und Kühlbedarf im Tagesverlauf ideal decken, eignet sich solares Kühlen hervorragend für eine durchdachte Sommerstrom-Strategie. Neben klassischen Klimaanlagen kann auch mit bereits vorhandenen Wärmepumpen oder Split-Klimageräten gekühlt werden – vorausgesetzt, sie sind mit dem Energiemanagement-System kompatibel.
Der Sommerstrom ist da – nutzen Sie ihn strategisch
Im Sommer lässt sich der Eigenverbrauch von Solarstrom besonders gut steigern – denn dann produziert die Anlage die grössten Überschüsse. Mehr zum Thema Eigenverbrauch vermittelt Elektrobedarf Troller in seinem halbtägigen Eigenverbrauch-Workshop.
Wer den Eigenverbrauch manuell steuert, braucht dafür Aufmerksamkeit im Alltag. Einfacher wird es mit einem Energiemanagementsystem, das den Strom automatisch dann nutzt, wenn die Sonne scheint.
Wer möglichst viel vom eigenen Solarstrom nutzen will, kommt an einem Speicher kaum vorbei – besonders in den Mittagsstunden, wenn die Anlage am meisten liefert. Aber auch ohne Speicher lässt sich im Sommer schon einiges erreichen: etwa durch das gezielte Einschalten der Warmwasserbereitung, von Geräten zur Raumkühlung oder einer Wallbox.
Wer den Eigenverbrauch im Sommer gezielt nutzt, spart Stromkosten, macht sich unabhängiger vom Netz – und leistet einen konkreten Beitrag zur Energiestrategie 2050.